Wusstest Du schon dass,...
Aktualisiert: 20. Aug.
ein neuer Mensch sich in den ersten sechs Tagen nach der Befruchtung erst einmal aus sich selbst heraus entwickelt?
Es ist eine Zeit, in der weder Mutter noch Vater irgendetwas aktiv unterstützen können. Eine Art Förderung würde an dieser Stelle eher störend wirken. Das Kind ist dabei, sich seine Umgebung einzurichten. Erst anschließend nistet es sich ein. Das Immunsystem der Mutter wird nun von dem werdenden Kind in der Art beeinflusst, dass es nicht mehr von ihm abgestoßen werden kann. Wenn man es vom Wesen des Körpers her betrachtet, dann wächst hier ein "Fremdkörper", der in der Regel einen Organismus stört.
Das Kind sorgt in den ersten Tagen also selbst gut für sich und setzt dann, den für die Einnistung
notwendigen Abwehrmechanismus der Mutter für die Zeit der Schwangerschaft außer Kraft. Kommt der Organismus der Mutter während dieser Zeit aus dem Gleichgewicht oder wird die Mutter krank, so sendet das Kind seiner Mama Stammzellen. Das sind Zellen, die noch keiner bestimmten Zellfunktion zugeordnet sind. Sie haben die Eigenschaft, dass sie sich vor Ort in die Art von Zelle wandeln können, die gerade benötigt wird. Dieser Vorgang wird fetaler Mikrochimerismus genannt. Was daran besonders interessant ist, ist die Tatsache, dass diese Zellen im Körper der Mutter noch Jahrzehnte später im Knochenmark der Mutter nachweisbar sind. Das ist sehr ungewöhnlich, denn die weißen Blutkörperchen des Kindes sind einige Tage nach der Geburt aus dem Organismus der Mutter wieder verschwunden.
Was hier sehr schön zu sehen ist, ist die Tatsache, dass beide füreinander sorgen. Sehe Dein Baby als ein kluges Wesen und deinen anpassungsfähigen Organismus als Geschenk und gebe beiden einen Vertrauensvorschuss. Denn hier ist keine Sorge notwendig, sondern einfaches Staunen.


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